Der ÖVP-Wahlkampf läuft sehr gut…

…wenn man diese Punkte ignoriert:

  • Nazi/Antisemitismus-Skandal in der JVP/AG – Kurz’ Homebase.
  • Nominierung eines Klimawandelskeptikers, der bei einer Regierungsbeteiligung als Wissenschaftsminister gehandelt wird.
  • Entmachtung des ÖAAB – einer der Mitgliederstärksten Bünde der ÖVP.
  • Es besteht der Verdacht, dass der Klubobmann der ÖVP aus persönlichen Gründen in ein Strafverfahren politisch intervenierte.
  • Wegen guten Umfragen und Aussicht auf mehr Macht ließ die ÖVP die Regierung platzen und rief Neuwahlen aus. Wie schon 1995, 2002 und 2008.
  • Mit dem Platzen der Regierung verhinderte die ÖVP die Finalisierung der österreichischen Klima
  • & Energiestrategie, die ohnehin seit Monaten hinausgezögert wird.
  • Kurz lässt von seinen engsten Mitarbeitern eine wissenschaftliche Studie umschreiben. Restlos aufgeklärt wird das (nach Verzögerungen der Verantwortlichen) erst nach der Wahl.
  • Ein langjähriger ÖVP-Landeshauptmann musste u.a. wegen eines Stiftungsskandals zurücktreten in den auch der amtierende Innenminister involviert ist.
  • Dieser Innenminister hat in seiner vorherigen politischen Laufbahn 1 Milliarde Euro an öffentlichen Geldern verspekuliert.
  • Kurz verspricht ein 14 Milliarden Euro Steuerzuckerl ohne eine plausible Gegenfinanzierung zu präsentieren. Er beruft sich auf ein Programm, welches erst kurz vor der Wahl veröffentlicht werden soll.
  • Der jetzige Finanzminister hat als Lutz-CEO ein maltesisches Unternehmen konstruiert um hunderte Millionen Euro weniger Steuer zu zahlen, die ansonsten Österreich zugestanden wären.
  • ÖVP-Kandidat setzt öffentlich Journalisten mit Falschbehauptungen unter Druck – Reporter ohne Grenzen kritisierte daraufhin die ÖVP.
  • Beraterin von Kurz sagt öffentlich, dass sie nicht zu viele Details vom Programm veröffentlichen wollen, damit keine Wähler abgeschreckt werden.
  • Der ÖVP-Landwirtschaftsminister lässt vom Ministerium eine Broschüre, die wie Wahlwerbung wirkt, um 300.000 Euro drucken. Den Auftrag bekam ein Verlag, der im Besitz des niederösterreichischen ÖVP-Bauernbund ist.
  • Kurz fliegt – damit er mehr Zeit für den Wahlkampf hat – mit einem Bedarfsjet statt mit einem Linienflug.
  • ÖVP schlägt eine KöSt-Senkung vor und gibt die Kosten mit 1 Milliarde Euro an. Experten rechnen jedoch mit Kosten von bis zu 4 Milliarden Euro.
  • Im gleichen Programm präsentiert die ÖVP einen Steuerbonus in der Höhe von bis zu 1500 Euro für Familien. Erst nach Kritik fällt der ÖVP auf, dass Alleinerzieherinnen mit geringem Einkommen keinen Bonus bekommen. Als Notlösung reichte man nach, dass geschiedene Väter nun den Bonus an alleinerziehende Mütter weitergeben sollen.
  • ÖVP-nahe Unternehmensverbände machen Plakatwerbung für die ÖVP und der ÖVP-Wien-Chef verschleiert seine Kampagne über einen Verein.
  • Es gibt den Verdacht, dass der amtierende Innenminister eine Ministerweisung bezüglich eines Bootsunfalls eines Freundes gegeben hat.
  • Dieser Innenminister behauptet, dass Kritiker seines Sicherheitspakets (NGOs, Opposition) „einen Anschlag auf die Sicherheit der Österreicher“ planen.
  • CEO von einer Firma, die durch Landeshaftungen einer ÖVP-Regierung gerettet wurde, spendet ca. eine halbe Million für den Wahlkampf.

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