So ganz einfach ist die Aufgabe nicht zu erfüllen. zunächst einmal benötigt man eine Bevölkerung, die so einigermaßen die Schnauze von den etablierten Parteien voll hat. Dies ist in Island gegeben. War es doch das erste Land, was von der Wirtschafts- und Kapitalismuskrise als erstes getroffen wurde, nachdem es jahrelang als Experimentierfeld herhalten musste.
Aber zurück zur Aufgabenstellung: Man gründet mit einigen Freunden, Kollegen, Künstlern, … eine Partei, nicht irgendeine, sondern die
beste! In Island also die “Besti flokkurinn” (“Beste Partei”). Nun noch schnell einige populären Forderungen ins Wahlprogramm aufnehmen: kostenlose Handtücher in allen Schwimmbädern, einen Eisbär für den Zoo der Hauptstadt, ein Drogenfreies Parlament bis 2020 und ähnliches.
Damit hat man alle Chancen die Kommunalwahlen zu gewinnen. Das tat “Besti flokkurinn” auch. Am Ende blieb nur noch die Frage, wem dem Sozialdemokraten ihre Unterstützung geben werden. Den Konservativen, die bei den Wahlen knapp den Besten unterlagen, oder den Wahlsiegern. Jetzt entschieden sich die Sozialdemokraten für die Besten: Der Wahlsieger und Komiker Jón Gnarr wird der neue Oberbürgermeister von Reykjavik.
Wahlkampfspot:
Gastbeitrag von redblog


(7 votes, average: 3,71 out of 5)
Ähnliche Beiträge
Schlagwörter: Island, Jón Gnarr, Reykjavik