Sätze, die Wilhelm Molterer wahrscheinlich noch nie gehört hat
- Sie haben so ein freundliches Lächeln
- Interessant!
- Ich will ein Kind von dir
- Hahaha! Der war gut! Erzähl mir noch einen, Willi!
- Du bist ein guter Sohn
In unserer Welt gibt es zu viele Kinder die an Hunger leiden, deshalb hat das Hilfswerk eine neue Aktion gestartet: “Hundefutter für Kinder in Not”! Die ersten Plakate sind gedruckt und geklebt:

Spenden auch Sie ihr Hundefutter an arme Kinder:
Österreichisches Hilfswerk
Bundesgeschäftsstelle
Apollogasse 4/5
A-1070 Wien
Stichwort: “Kinder in Not”
In der Quellenstraße 24 A in Wien-Favoriten wurde am Montag ein lärmender Bub von einem Unbekannten, mit einem Luftdruckgewehr, angeschossen.
Wenn man solche Meldungen hört, zweifelt man an der Menschheit. Zuerst beschweren sich alle, dass wir zu wenig Kinder haben und wenn es einmal eines gibt, wird es erschossen! Das ist wie mit den Bären. Zuerst werden sie angesiedelt und danach ebenfalls erschossen…
Wer passt nicht dazu: Marilyn Monroe, Heidi Klum, Naomi Campbell oder Otto I., König von Griechenland?
Lösung: Naomi Campbell! Die hat heute nicht Geburtstag!
Und zum Schluss eine Bitte an alle Eltern: Heute ist der Internationale Kindertag! Also gebt euren Kindern heute eine Watsche weniger!
Ich komme aus einer antifaschistischen Familie (ausgenommen Opa), deshalb wusste ich schon früh, dass Hitler und Co böse waren. Irgendwann kam ich in einen integrativen Kindergarten. Am Anfang gefiel es mir dort sehr gut, aber nach einiger Zeit kam ein Kind in einem Rollstuhl zu unserer Gruppe. Dieses Kind zwickte, schlug und schimpfte. Anscheinend war es auch geistig behindert und psychisch gestört, jedoch begriff ich das damals noch nicht wirklich und dieses Rollstuhlmonster war für mich der Inbegriff des Bösen. Kurz: ich wusste, dass dieses Kind Hitler war.
Meine Eltern schafften es nie mehr wieder mich in diesen Kindergarten zu bringen. Zwar glaubten sie mir nicht, dass dort der Führer höchstpersönlich alle tyrannisierte, jedoch ließ ich die Verschleppung in diese Anstalt nicht mehr zu. Heulend kettete ich mich an die Heizung und badete im Angstschweiß.
Nach dieser Aktion gaben meine Eltern nach und ich kam einen normalen Kindergarten. Ohne Diktatoren. Ich wurde glücklich.
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