Österreich ist komisch

Frank Stronach (ein geborener Strohsack) hat vor einigen Wochen beschlossen bei den nächsten Nationalratswahlen anzutreten. Laut dem “Frank Stronach Institut” will die politische Bewegung u.a. die Demokratie stärken und Ideen für die Zukunft liefern.

Um in Österreich bei Nationalratswahlen antreten zu können muss man entweder 2600 Unterstützungserklärungen landesweit sammeln oder es unterschreiben drei Nationalratsabgeordnete. Wenn man die Demokratie stärken will, wählt man natürlich die Option zwei. Der Milliardär überzeugte drei Abgeordnete (Gerhard Köfer, Robert Lugar und Erich Tadler) der noch nicht gegründeten Partei beizutreten.

Zukunftsorientiert ist Stronachs Bewegung auch. Aus diesem Grund wird sie vollkommen auf einen 80-Jährigen zugeschnitten. Die Tageszeitung ÖSTERREICH will herausgefunden haben, dass die Partei “Stronach für Österreich” heißen soll. Das klingt realistisch, denn die Domain stronachfueroesterreich.at und stronach-fuer-oesterreich.at sind schon von der “Campaigning Bureau Kampagnenberatungs GmbH” reserviert.

Hinter der Campaigning Bureau Kampagnenberatungs GmbH steckt Mag. Philipp Maderthaner. Maderthaner hat schon Wahlkampf-Erfahrung. So hat er bei einem Wahlkampf des niederösterreichischen Langzeitherrschers Erwin Pröll mitgeholfen und eine Fleischhaube beworben. Weiters geht Josefs Pröll Superpraktikant auf seine Kappe und beim Wiener ÖVP-Wahlkampf hat er (versehentlich?) den amtierenden Bürgermeister plakatiert.

Man kann nur hoffen, dass diese witzige Kampagnenberatungs GmbH mit Stronach zusammenarbeitet. Irrer könnte man sich das gar nicht ausdenken.

Nachtrag: Herr Maderthaner hat sich per Kommentar gemeldet und klar gestellt, dass er die Domains “zum Spaß” bestellt hat.

Übel fragt, Übel antwortet (Teil 32)

Frage: Was sagen Sie eigentlich zu Frank Stronach und seinen Plänen eine Partei zu gründen?
Antwort: Ich bin begeistert!

Frage: Echt?
Antwort: Natürlich. Bisher waren die Narren in zwei bis drei Parteien gebündelt. Mit Stronachs bizarrer Truppe würde eine weitere hinzu kommen. Eigentlich sollte auch noch Roland Düringer eine Partei gründen. Herrlich wäre das.

Frage: Düringer? Das ist doch ein Kabarettist!
Antwort: Nicht dass ich wüsste. Ein Kabarettist müsste gesellschaftskritisch und/oder witzig sein.

Frage: Etwas anderes: Mehr als die Hälfte des Jahres ist um. Haben Sie ihre Neujahrsvorsätze bisher eingehalten?
Antwort: Leider nicht. Bis vor wenigen Tagen war ich konsequent und habe keine Art von Sport gemacht. Wie vorgenommen. Vor etwa einer Woche überwand der Schweinehund mich und ich bin geradelt wie ein Verrückter. Ich hätte mir die Beine abschneiden sollen. Aber nachher ist man immer klüger…