Die unregelmäßige Kolumne (XI): Verschwörungen

Liebe Leser,

stellen sie sich vor, eine außerparlamentarische Opposition ruft in Österreich oder Deutschland unter dem Motto „die Lösung“ dazu auf, die gewählte Regierung zu stürzen. Oppositionelle Parlamentsparteien unterstützen das Unterfangen. Beide Gruppierungen würden nachweislich vom Kreml bzw. kremlnahen Institutionen finanziert und logistisch unterstützt.

Die Proteste eskalieren bald und es kommt zu Toten. Die Demonstranten bauen brennende Barrikaden auf, und schießen scharf auf Sicherheitskräfte oder auf Freiwillige, welche die Barrikaden entfernen wollen.

Wie würde in so einem Fall die internationale Öffentlichkeit bzw. die westlich geprägten Medien reagieren? Würden die Demonstranten als friedlich bezeichnet werden? Würde der Verweis auf die Verwicklung Russlands als Verschwörungstheorie abgetan werden? Eher nicht!

Anders ist das natürlich wenn es sich anstatt um Österreich oder Deutschland um Venezuela handelt und die Finanziers nicht aus dem Kreml sondern dem Weißen Haus kommen.

Derzeit finden in Venezuela in wenigen Städten gewalttätige Proteste statt, die einen Sturz der gewählten Regierung fordern.

Ein interessanter Aspekt an diesen Protesten ist aus meiner Sicht die Reaktion der einflussreichen Medien. Die Berichte sind leicht zusammengefasst:

Studenten, die sich das Leben im Land nicht mehr leisten können, protestieren friedlich gegen eine autoritäre Regierung, die mit Gewalt auf die Demonstrationen reagiert. Weil die Proteste sich nicht unterdrücken lassen, lenkt die Regierung mit Hinweisen auf eine Verschwörung aus der USA ab.

Bei genauerer Betrachtung sieht man jedoch, dass die Gewalt vor allem von radikalen oppositionellen Gruppen ausgeht. So zeigt eine Liste der Opfer der Proteste, dass die Toten überwiegend Unbeteiligte, Regierungsanhänger und Sicherheitskräfte sind.
Erwähnenswert ist die, als „Verschwörung“ abgetane Verwicklung der USA. Auch die US-amerikanischen Behörden streiten ab, dass sie irgendetwas mit den Protesten zu tun haben.

Ich glaube auch nicht, dass Obama direkt eine Anweisung gegeben hat Proteste in Venezuela anzuzetteln, aber es ist unbestreitbar, dass die Akteure bei den derzeitigen Demonstrationen direkt Geld von der USA bekommen haben.

Staatliche geförderte US-Organisationen machen keinen Hehl daraus, die „Demokratie“ in Venezuela zu fördern. So listet der National Endowment for Democracy (NED) online auf, dass jährlich Millionen Dollar an oppositionelle Jugendorganisationen oder Bewegungen, die sich mit Medienarbeit auseinandersetzen, fließen. Auch die Parteistiftung der Republikaner schreibt auf der eigenen Webseite, dass sie die sogenannte „Zivilgesellschaft“ in Venezuela fördert.
Auch die „Nichtregierungsorganisation“ Freedom House, die ihre meisten Geldmittel von der US-Regierung bekommt, erklärt auf ihrer Homepage, dass sie aktiv die außerparlamentarische Opposition fördert seit es eine Links-Regierung in Venezuela gibt.
Auch die berüchtigte Gruppe Otpor!, die von NED, IRI, NDI, USAID und Co gefördert wird, hat einen venezolanischen Ableger mit dem Namen JAVU. Dieser mischt ebenfalls bei den Demonstrationen mit.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass eine solche Finanzierung aus dem Kreml bzw. kremlnahen Organisationen nicht als Verschwörung bezeichnet werden würde, und die Profiteure der finanziellen Zuwendungen als „Putins Marionetten“ bezeichnet würden.

Vielen Dank fürs Lesen!

Was in den letzten Tagen so geschah – Gedankenfetzen

Wir haben nun alle Angst vor Russland und wollen mit dem “Ivan” nichts mehr zu tun haben. Jetzt sollte eigentlich auch nichts mehr gegen Fracking sprechen, oder?

Was würde die österreichische Medienlandschaft erweitern? Genau! Ein weiteres rechtsliberales Sprachrohr! Die Neue Zürcher Zeitung  hat die verdammte Lücke erkannt!

Die ÖVP ist anscheinend so unbeliebt, dass der ÖVP-Kandidat für die EU-Wahl auf so gut wie jeden Verweis auf seine Partei verzichtet. Das kleine Problem bei dem Personenwahlkampf: Laut einer Umfrage kennen nur 14% der Österreicher Otto Karas.

Vorschläge für Slogans für Wahlkämpfe

  • Seien wir realistisch: Auch wenn wir die Wahlen gewinnen wird es nicht wirklich besser
  • Hier könnte auch etwas Sinnvolles stehen!
  • Nach der Wahl ziehen wir einen Stimmzettel! Wenn die richtige Partei gewählt wurde bekommt der Wähler oder die Wählerin 10.000 Euro. Also nicht vergessen den Wahlzettel zu unterschreiben!
  • Wir sind ein bisschen korrupt, aber sehr freundlich.

Die 5 goldenen Regeln zum Aufbau von Marken

  1. Um ein junges Publikum anzusprechen empfiehlt es sich Nummern in den Namen aufzunehmen, die englische Wörter ersetzen (z.B. 2 oder 4)
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  4. Die wichtigste Regel: Es gibt nur 4 goldene Regeln zum Aufbau von Marken