Verschwörungstheorie zu den US-Wahlen

Heute wählt die USA einen neuen Präsidenten. Es wird befürchtet, dass es während der Wahl Cyberattacken auf die US-Infrastruktur geben könnte. Angeblich sollen – falls es zu den Vorfällen kommen sollte – die Russen schuld sein. Genauso wie an den Hacks der demokratischen E-Mail-Konten, die WikiLeaks veröffentlicht hat.

Ich würde jedoch eine andere Verschwörungstheorie zur Verfügung stellen: JJ Rendón ist ein rechtskonservativer Politaktivist aus Venezuela, der in der Vergangenheit Wahlkämpfe für rechte Politiker in Amerika organisierte. So ermöglichte er die Wahl von Juan Manuel Santos in Kolumbien, Enrique Peña Nieto in Mexiko und Porfirio Lobo Sosa in Honduras. Rendón ist umstritten, denn laut einem Artikel von Bloomberg versuchte er mit Cyberattacken Wahlergebnisse zu beeinflussen.

Bei den Präsidentschaftswahlen 2013 in Venezuela wurden zum Beispiel in der Wahlnacht mehrere (regierungsnahe) Medien mit DDoS-Attacken offline gestellt. Der Twitter-Account des Präsidenten wurde gehackt und Gerüchte über Wahlmanipulationen verbreitet. Auch andere Twitter-Accounts, welche der Regierung nahe stehen, wurden manipuliert. Twitter gilt in Venezuela als eines der wichtigsten politischen Kommunikationsmittel für öffentliche Stellungnahmen.

Wegen Problemen mit den venezolanischen Behörden lebt Rendón derzeit in den USA. 2015 gab es in einem kolumbianischen Online-Magazin einen Bericht in dem behauptet wird, dass Rendón für die Trump-Kampagne arbeitet. Im April 2016 schrieb auch die US-Zeitschrift Fortune über das Gerücht.

Man braucht nur eins und eins zusammenzählen und schon hat man eine tolle Verschwörungstheorie, die ziemlich sicher vollkommen falsch ist.