Linkspopulismus wäre für die Grünen fatal

Der langjährige Grüne Nationalratsabgeordnete Peter Pilz hat in den letzten Tagen eine grundlegende Umorientierung seiner Partei gefordert. Er will die Grünen auf einen linkspopulistischen Kurs bringen um damit die FPÖ zu bekämpfen.

Das wäre nach meiner Einschätzung fatal. Die Grünen sind eine linksliberale Partei mit einer Großteils bürgerlichen Wählerschaft. Diese würden mit einem solchen Richtungswechsel den Grünen den Rücken kehren und bei den Neos ihre politische Heimat finden. Gleichzeitig könnte die Partei mit dem Namen auch keine neue Wähler ansprechen, die bisher die FPÖ wählten.

Die Grünen haben bei der “Arbeiterklasse” ganz einfach einen schlechten Ruf. Sie gelten als überheblich und weltfremd. Ein glaubhafter Imagewechsel wäre schwer und mit Sicherheit nicht bis zu den nächsten Wahlen 2018 zu vollbringen.

Ein “linkspopulistischer Gegenpol zu den Nationalisten” wird wohl nur mit einer neuen Partei möglich sein. Pilz sollte, wenn er es mit seinem Kurswechsel ernst meint, mithelfen ein Bündnis zu gründen anstatt die Grünen auf Irrwege zu führen.

Die Bündnisse “Europa Anders” und “Wien Anders” waren richtige Schritte in diesem Bereich. Erfolgreiche linke Parteien können nicht mehr zentral geführt werden, sondern sollten aus mehreren Organisation aus der Politik sowie der Zivilgesellschaft bestehen. Auch in Griechenland konnte nur mit der linken Sammelbewegung SYRIZA Protest-Stimmen aus der “Arbeiterklasse” gewonnen werden.

Die Grünen sollten sich als liberale Mitte-links-Partei positionieren. So könnten auch wieder die Stimmen der Neos zurückgewonnen werden. Das Potential der bürgerlichen Grünen würde bei ungefähr 20% liegen. Laut einer aktuellen Umfrage hätten Grüne und Neos gemeinsam um die 21%.

Laut einer Erhebung aus dem Jahr 2013 sehen sich ca. ein Drittel der wahlberechtigten Österreicher als Protestwähler. Somit hätte eine linkspopulistische Bewegung ebenfalls ein großes Potential.

Eine reformierte SPÖ hätte in diesem politischen Rahmen wahrscheinlich ein Potential von bis zu 30%. Selbst wenn bei einer Wahl die Sozialdemokraten nur um die 25%, die Grünen ca. 15% und die linke Protestpartei 10% erreichen würden, hätte man das erste mal seit 1979 eine Mitte-Links-Mehrheit im österreichischen Parlament.

Mögliche Präsidentschaftskandidaten 2016 in Österreich

  • SPÖ: Rudolf Hundstorfer, Hannes Swoboda, Andy Borg, Brigitte Ederer oder Caspar Einem
  • ÖVP: Erwin Pröll, DOKTOR Wolfgang Schüssel, Oma-Putz, Christoph Leitl oder Othmar Karas
  • FPÖ: Norbert Steger, Andreas Unterberger, Fritz Fantom, Josef Moser oder Ursula Stenzel
  • Grüne: Alexander van der Bellen, Alexander van der Bellen, Alexander van der Bellen, Alexander van der Bellen oder natürlich Alexander van der Bellen
  • Neos: Hans Peter Haselsteiner, Erhard Busek, eine unsichtbare Hand oder Agenda Austria veranstaltet ein Casting
  • Team Stronach: Frank Stronach, ein Pferd von Frank Stronach oder ein zukünftiger Mandatar der ÖVP

iTunes muss zerschlagen werden

Das meist genutzte Programm von Apple ist wahrscheinlich das Multimedia-Verwaltungsprogramm iTunes. Das liegt jedoch nicht unbedingt an der Qualität der Software, sondern an der Apple Hardware.

iTunes wurde erstmals 2001 von Apple als MP3-Verwaltung im Rahmen des “iLife” Multimedia-Pakets vorgestellt. Apple entwickelte das Programm nicht selbst, sondern kaufte sich die App SoundJam MP und übernahm die Entwickler.

Der große Durchbruch von iTunes kam durch den großen Erfolg des MP3-Players iPod. iTunes war nicht nur mehr ein MP3-Player für den Computer, sondern ein Verwaltungsprogramm für den iPod. Es wurde auch eines der wenigen Programme, die Apple auch für das Betriebssystem Windows zur Verfügung stellt.

Über die Jahre kamen immer mehr Funktionen hinzu. Podcasts, eine Videoverwaltung, eine Radio-Funktion, der größte Multimedia-Store sowie natürlich die Verwaltung von iPhones und iPads. Im letzten großen Update kam noch der neue Streaming-Dienst “Apple Music” hinzu.

iTunes ist zwar dadurch eines der mächtigsten Multimedia-Programme, aber gleichzeitig auch die schwerfälligste Software dieser Art. Es gibt wohl kaum ein Mensch der gerne iTunes nutzt.

Mein Vorschlag deshalb: Apple muss iTunes in Rente schicken und die Funktionen der Software in andere Programme inkludieren.

Apple Music: Musik, Store, Streaming, Radio

Für Musik soll es eine zentrale App geben. Mit “Apple Music” gäbe es hier auch schon einen passenden Markennamen. In der Handhabung orientiert man sich einfach an Spotify. Man hat seine üblich iTunes-Library, aber kann diese besser mit dem Streaming-Dienst mischen. Lieder, die weder im Streaming-Katalog oder in der eigenen Bibliothek verfügbar sind, kann man im Store kaufen. Die Synchronisation der Lieder wird komplett in die Cloud verlegt. Gekaufte Lieder können zwar geladen werden, aber werden im Normalfall gestreamt. Niemand will irgendwelche Geräte per Kabel miteinander synchronisieren oder ein Backup erstellen. Das ganze ist natürlich auch als Webseite abrufbar.

Apple Books: iBooks, Hörbücher, Podcasts

Schon jetzt hat Apple mit iBooks eine eigene App mit welcher E-Books gelesen und gekauft werden können. Warum fügt man hier nicht einfach die Hörbücher und Podcasts hinzu? Zusätzlich stattet man die Software mit einem ähnlichen Audio-Player wie Audible aus. Gerade bei gesprochenen Inhalten ist es wichtig, dass man die Wiedergabegeschwindigkeit gut anpassen kann. Bei Audible ist es kein Problem mit ein bisschen Übung ein Buch in dreifacher Geschwindigkeit zu hören. Das sollte auch hier so sein. Überlegenswert wäre auch ein Angebot für bezahlte Podcasts. So könnten Monatszeitungen wie “Le Monde Diplomatique” ihre Inhalte leichter verbreiten. Ebenfalls sollte die “Read it Later”-Funktion von Safari in “Apple Books” inkludiert werden.

Apple TV: Filme, Serien, Videopodcasts

Apple sollte eine eigene Videoverwaltung-App veröffentlichen, die sich an tvOS der Apple TV orientiert. Man hat Zugriff auf den Film- und Serien-Store von Apple. Ebenfalls könnte man die Videosektion der Podcasts hier her auslagern. Gleichzeitig könnte die Universalsuche der neuen Apple Set-Top-Box übernommen werden. Diese bietet nicht nur die Möglichkeit die Stores von Apple zu durchsuchen, sondern integriert auch andere Content-Anbieter wie Netflix oder Hulu. Entwickler können via App weiteren Content hinzufügen. Somit hätte man auch am Mac die ideale Zentrale für Video-Inhalte. Um das Paket abzurunden könnte man das ganze im Netz abrufbar machen. Die passende Adresse wäre schon im Besitz von Apple: apple.tv

Appstore: Apps

Am Mac gibt es schon einen Appstore für Computer-Software. Warum hier nicht auch die Software von Smartphones oder Tablets verwalten? App-Entwickler könnten sogar die Desktop-Software als Kombi-Angebot mit iOS-Apps anbieten. Es wäre somit nicht nur einfacher für den Konsumenten, sondern auch für die Entwickler sowie Apple würden neue Möglichkeiten entstehen.

Systemeinstellungen: Backups, Einstellungen

Alles weitere was man bisher über iTunes machen kann, kann man in die Systemeinstellungen verlegen. Updates, Backups und dergleichen für iPhone und iPad haben ohnehin nicht viel in einem Multimedia-Verwaltungsprogramm wie iTunes zu suchen.

Den gleichen Blödsinn findet man auch bei Medium.com