Die regelmäßige Kolumne (II)

Liebe Leser,

die Zeit vergeht wie im Pflug. Vermute ich mal. Ich war noch nie in einem Pflug, aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Zeit in Pflügen ähnlich schnell vergeht wie an anderen Orten (z.B. Abstellräumen). Das soll in diesem Text jedoch keine Rolle spielen. Es ist immerhin der zweite Artikel dieser wunderbaren Reihe und ich will mich nicht in Details zu landwirtschaftlichen Geräten verlieren.

Wir müssen viel lieber über Themen sprechen, welche Europa bewegen: Wirtschaftskrise, Flüchtlingskrise und die verdammte Kontinentaldrift! Was die Themen eint, ist die Tatsache, dass die EU es bei keinem schafft, den Eindruck zu vermitteln, dass sie es im Griff hat. Bei der Kontinentaldrift ist das eigentlich gar nicht unbedingt notwendig, aber es wäre eine tolle Sache, wenn die EU es schaffen würde bei den anderen Gebieten eine positive Rolle zu spielen oder sie gar zu lösen.

Jetzt mögen einige einwenden: Man kann die EU jetzt nicht pauschal dafür verurteilen. Es gehört unterschieden. Es gibt nicht „die EU“. Es gibt die EU-Kommission, das Europäische Parlament, den Europarat, nationale Regierungen, regionale Regierungen und und und. Die Medien und somit auch die Bevölkerung sprechen jedoch immer nur von der einen „Europäischen Union“, die nichts zusammen bringt. Dadurch wird das ganze Projekt „EU“ gefährdet, denn nicht die „EU“ versagt bei den Themen, sondern die diversen Institutionen aus welchen die „EU“ besteht.

Egal. Ich bin der Meinung, dass die Probleme lösbar wären. Mit Geld. Austeritätspolitik beenden und investieren. Ein faires und europaweites, einheitliches Steuersystem etablieren und viele Probleme lösen sich von selbst. Nebenbei könnte man Waffenexporte in Krisengebieten und an Diktaturen verbieten sowie eine geeinte Außenpolitik betreiben um aktiv Frieden zu fördern. Das ist aber wahrscheinlich unrealistisch und klingt nur in meinem dummen Kopf nach einer guten Idee, die vielleicht schwierig umzusetzen ist, aber einen Versuch wert wäre.

Sollten wir vielleicht doch lieber über Pflüge reden? Wahrscheinlich, aber das hebe ich mir lieber für die nächste Kolumne am 29. Februar auf!

Vielen Dank fürs Lesen!