Okt
31
2006

Der Mann der ziemlich viel konnte

„Verdammt! Schon wieder!“ ärgerte sich Arthur Semmel noch ganz schlaftrunken. Er wachte wieder einmal blutverschmiert in seinem Bett auf. Neben ihm lag irgendein Körper. Ob es ein Männlein oder ein Weiblein gewesen war konnte der Laie nicht mehr bestimmen. Dazu hätte man schon einen Spezialisten hinzuziehen müssen.


Arthur Semmel hatte eine gespaltene Persönlichkeit. Es war so ähnlich wie bei dem Film mit Edward Norton. Nur Arthur Semmels war im Gegensatz zu Nortons Persönlichkeit wirklich gespalten. Er spielte es nicht nur.
In Arthur Semmel wohnten zwei Menschen. Der eine war Mechaniker, der gerne Menschen aufschlitzte und der andere war Archäologe und Triebtäter. Beide Persönlichkeiten waren in der ganzen Gegend berüchtigt, jedoch konnte man Arthur Semmel nie ertappen. Er mordete wie ein Profi.
Die Wohnung war vom Massaker so dreckig wie der Witz mit der Hure und den Papageien, deshalb schlug Arthur Semmel seinem Hund Ralf vor, dass sie zusammen sauber machen würden. Ralf machte kein langes Federlesen und stürzte sich auf die Fleischbrocken und begann sie zu fressen. Währendessen begann Arthur Semmel Teile aus dem Kadaver zu schneiden um sie dann im Klo hinunterzuspülen. Die Leiche verschwinden zu lassen - was für die meisten Mörder zu schwersten Aufgabe gehörte - schaffte Semmel mit Leichtigkeit. Viel schwieriger war es für ihn seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Als Mechaniker hatte er keinen Job und Archäologe war in seinem Land als Beruf nicht anerkannt. Er verdiente seine Brötchen als Super-Top-Model. Leider bekam er aber keine Aufträge und musste somit Vögel züchten. Das lief jedoch auch nicht gut, denn der Dodo-Bauernhof, den er aufgebaut hatte, war so gut wie ausgestorben. Seine Dodos legten höchstens einmal pro Woche ein Ei. Deswegen verdiente er sein Geld mit Kinderarbeit. Er bastelte kleine Actionfiguren, die er dann in Spielhandlungen an Kinder verkaufte.
Semmels Leben verlief eigentlich sehr geregelt. In der Nacht trieb er seine abartigen Machenschaften und untertags ging er seinem Job nach. Jeder Tag glich dem Vorhergehenden. Er liebte zwar die Monotonie, aber er wollte nichts Gutes für sich und deshalb beschloss er etwas gegen sein bizarres Leben zu unternehmen. Er organisierte das Medikament, welches ihn zu einem normalen Menschen machen konnte: Aspirin!
Schon nach kurzer Zeit hatte ein vollkommen normales Leben. Eine Arbeitsstelle bei Siemens, ein Einfamilienhaus, eine Familie, bestehend aus einer Frau, einer Tochter, eines Sohnes und einer heimlichen Freundin. Somit war sein Leben perfekt. Seine grausame Vergangenheit arbeitete er zwar nicht auf, aber das war auch nicht von Nöten, denn was Österreich und Deutschland können, kann er schon lange!

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Geschrieben von Übel in: Kurzgeschichten | - 1 Hits

2 Kommentare »

  • Gast

    das is einfach nur ein dummer text…

    Kommentar | 11. Januar 2006
  • Gast

    Ich check die Pointe ned und sonst isses einfach a totales krampf…

    Kommentar | 6. Dezember 2006

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