Krankenhaus Tagebuch (Teil 1 – Montag 9. Mai 2005)
Um geschätzte -4.00 Uhr (im Schatten) in der Früh (bzw. Nacht) wurde ich aus dem Schlaf gerissen. „Klingelingeling“ kreischte mich mein Wecker an.
Im Spital angekommen machten die Wärter nicht langes Federlesen und zapften mir gefühlte 4 Liter Blut ab und wollten Urin von mir. Wie ich vermute verwendeten sie meinen Harn für ein Natursekt-Frühstück.
Während sich meine Ärzte und deren Schwestern amüsierten, schickten sie mich zu der Augenambulanz. Ich musste dort Buchstaben identifizieren und man gab mir Augentropfen die bewirkten, dass meine Pupillen größer wurden als meine Augenhöhlen. Nach dieser Prozedur schickten sie mich wieder in den Haupttrakt. Dort wurde mir ein Ding an den Körper montiert, das angeblich meinen Blutdruck 24 Stunden messen sollte. Zu den halbstündlichen Messungen kamen noch Blutabnahmen im 3-Stunden-Takt und eine Sammlung meines ganzen Urins innerhalb 24 Stunden (anscheinend war eine Orgie geplant)
Mein Zimmergenosse war Alkoholiker und redete leider mit mir. Er hatte es mit den Nieren. Zwischen den Behandlungen ging er zu seiner nahe gelegenen Wohnung und soff. Er erzählte mir unter Anderem, dass er einmal einen Oberarzt mit seinem Stock verprügelt hat „weil der ihm weh tat“
Wenn ihn Worte verletzen hätten können hätte ich mein Wörterbuch heraus gezogen.
Fazit: Abu Ghraib lässt grüßen.
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