Gott
14. Oktober 2004 | 16:37



Jan Nerbich war der bekannteste Fernsehclown in der westlichen Ukraine. Doch vor zwei Jahren war es aus mit dem Spaß. Denn Nerbich wollte wieder einmal die Konkurrenz ausschalten und den Witz des Jahrtausends machen. Während er auf Sendung war, goss sich der Clown einen Kanister Benzin über den Kopf, nahm ein Feuerzeug und zündete sich an. Die Leute waren begeistert von diesem, sehr umstrittenen, Scherz. Der Sketch hatte für Jan Nerbich aber Konsequenzen, denn er hatte schwere Verbrennungen und war ein ganzes Jahr im Krankenhaus. Er dachte, dass er nie wieder so etwas Unüberlegtes tun würde, doch nach seiner Genesung kam er gezwungenermaßen wieder zurück in die Showbranche.
Es war aber ziemlich schwer wieder ins Geschäft zu kommen, denn Clown sein in der Ukraine ist hart, denn da hat jeder Witz schon so einen langen Bart wie Karl Marx. Das schwierigste an der ganzen Sache war, dass fast jeder Jan Nerbich vergessen hatte. Doch mit einer kleinen Namenänderung von „Jan´s Clown Sendung“ auf „Burn Clown Burn“ war es ein Kinderspiel seine depressive Sendung wieder bekannt zu machen. Vor seinem Comeback war es ihm sehr peinlich, dass er noch immer starke Verbrennungen am ganzen Körper hatte. Doch als das Publikum Jan sah mussten sie über den angebratenen Clown sehr lachen. Die Zuschauer hatten nicht einmal ein schlechtes Gewissen, denn sie sagten ganz einfach: „Ich habe dafür bezahlt, dass er sich anzündet! Das ist seine gottverdammte Pflicht!!!“
Die Einschaltquoten schossen in die Höhe. Er war erfolgreicher denn je. Doch Jan Nerbich ließ sich so etwas nicht gefallen. „Ich mach mich da doch nicht zum Clown vor so vielen Zuschauern!!!!“ sagte er bei einer live Sendung. Die meisten Zuseher hatten nach dieser Aussage Jan Nerbichs die Schnauze gestrichen voll. Nach kurzer Zeit waren die Einschaltquoten im Keller. Deswegen sprang Jan über seinen Schatten und stolperte und brach sich das Bein. Dieser Vorfall tat seiner Sendung nicht gut und deswegen probierte er es noch einmal mit dem Anzünd-Gag in seiner Show. Doch leider hatte ihn keiner gesehen, als er sich vor laufender Kamera anzündete und deswegen konnte ihm niemand zu Hilfe kommen und löschen. Er brannte und brannte. Jan Nerbich starb aber nicht. Er konnte sich irgendwann selbst helfen und er erstickte die Flammen mit Forellen, welche im Studio auf den großen Forellen-Gag warteten. Doch seit diesem Vorfall war Nerbich vollkommen entstellt. Er war ein schreckliches Monster, welches in der Kanalisation lebte und sich in der Nacht an der Menschheit rächte. Er tötete wie ein Verrückter, denn er war verrückt. Verrückt nach Menschen abschlachten!
Christopher Reeve war in einem Krankenhaus wegen einer Druckstelle behandelt worden, wie sie bei Gelähmten häufig vorkommt. Die Wunde hatte sich in der vergangenen Woche entzündet, und die Infektion griff auf den gesamten Körper über. Am Samstag hatte er darauf überraschend einen Herzstillstand erlitten. Später fiel er ins Koma. Am Sonntag sei er in seinem Haus in New York gestorben, hieß es. Der frühere “Superman”-Star (1978) hatte sich 1995 bei einem Reitunfall den Hals gebrochen und war seither querschnittsgelähmt.

Hier Christopher Reeve zu besseren Zeiten in seiner Paraderolle
64.523) Am Sonntag will der Alte sicher auch einmal seine Ruhe
64.524) Weil es den sogenannten Herren gar nicht gibt
64.525) Den Sonntag gibt es gar nicht
64.526) Mir gehört ja schließlich auch kein Tag (außer vielleicht der Freitag, aber das spielt ja hier jetzt keine Rolle)
64.527) Weil er’s einfach nicht ist