Dunstwürfel im Tal der künstlichen Lust von Etzenhammer
Mit einem großen Knall ging es zu Ende, das große Brettspiel-Event “Federball 2004″ in Niederbeuren/Saar. Die Deckenbeleuchtung der Mehrzweckhalle “Satan 1.0″ implodierte und es regnete feuchte Scherben auf die Teilnehmer. Darunter auch so schillernde Figuren wie Wasti LeBlanc, fünfmaliger Weltmeister im Extrem-Mühle, oder Reginald Cockring, der immerhin auf Platz zwei im Downhill-Halma landete. Cockring lag nach einer 12:5 Führung urplötzlich hinten, nachdem ihm der erst 29 Jahre alte Grenzi Oberheim mit einem Skat-Manöver wichtige Mittelfeld-Flanken aus der Kajüte nahm. Doch eisenharte Nerven und eine Lunge aus Metall bescherten dem Favoriten Cockring doch noch den glücklichen Sieg und eine Reise nach Berlin/Mittelfranken.
Interessant auch wieder die Doppelkombinationen. Hier bestachen vor allem Sittering/Mehldorf und Jautze/Hahnkrüppel im harten Cross-Schach-Duell unter freiem Himmel. Auch gewachste Kanten halfen dem ehemaligen Kunstturner Copony Hahnkrüppel nicht gegen die glasierte Übermacht eines Mehldorf (2580 ELO) oder eben des All-Time-Favoriten Schmitte Sittering, der schon 1998 im Solo-Malefiz mit einem Score von 23 neue Maßstäbe setzte. Die Ränge tobten als schließlich im Final-Spiel Arne Kompost und Mareike Renato im Frontal-Yatzee aufeinandertrafen. Nachdem die Gegner ihre Fleischhelme ordnungsgemäß auf die Köpfe rangiert hatten, wurde es heiß in der
Würfel-Arena: Renato durfte als erster ran und würfelte sogleich eine 8000 (es handelt sich um Spezialwürfel mit mehreren Kanten), gewann das Spiel souverän und durfte seinen Gegner sogar noch anal penetrieren.
Und so verliessen etwa zweihundert glückliche Besucher das Porno-Spektakel. Nächstes Jahr wird es laut Veranstalter noch mehr Highlights geben: im Gespräch sind Simultan-Canaster und Zwerg-Monopoly sowie Free-Solo-Twister und, als besonderes Schmankerl, Outdoor-Mahjong.
Link: Lyrik 2000
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Der “Schnitzel-weg-essing” Contest findet auch kaum Schriftsteller die sich seiner annehmen…