Das Leben
Teil 1: Der Auftrag
Peter Senner wird abrupt aus seinem Schlaf gerissen. Das Telefon läutet. Er tapst sich müde und töricht an den Hörer heran.
“Senner am Apparillo! Was kann ich für sie tun? Oder besser gesagt… Ach, scheiße! Hab ich wirklich gerade Apparillo gesagt? Wie peinlich, ich meine natürlich Apparat!” krächzt Senner, welcher noch sehr geschafft von der letzten Nacht war. Hat er doch tatsächlich gestern seinen eigenen Rekord um 2 Liter in seinem Stammlokal ertrunken. Senner hat also 5 Liter Olivenöl in seinem Körper als ihn der Anruf erreicht.
“Bin ich hier richtig bei Peter Senner?” fragt der Anrufer.
“Der Privatdetektiv?” wirft Senner, im noch benommenen Zustand, zurück.
“Keine Ahnung! Sind sie der Sohn von Gertrude Senner?” fragt der Unbekannte weiter.
Auf der anderen Leitung wird es ruhig. Senner räuspert sich und beginnt das Gespräch zu analysieren. Er fragt mit ruhiger Stimme: “Ja! Geht es hier um eine Entführung?”
Der Herr auf der anderen Leitung verstummt.
“Um Gotteswillen? Wie kommen sie denn auf so einen Schwachsinn?” durchbricht der Anrufer das Schweigen.
“Raus mit der Sprache! Was ist hier los?” schreit der nun schon muntere Senner.
“Ich bin der Arzt ihrer Mutter!” klärt der Anrufer.
“Und warum rufen sie dann mich an? Ich bin ja nicht die Mutter von meiner Mutter?!?! Ich bin lediglich der Sohn! Haben sie keine Maschinen die sie abdrehen können?!” wehrt sich Senner ohne jeden plausiblen Grund gegen den, eigentlich sehr höflichen, Arzt.
“Das wollte ich hören! Wiederhören!” bricht der Mediziner das Gespräch ab.
Senner hat den Tag jetzt schon abgehakt. Er will sich schon wieder, mit Hilfe von Schafen, in den Schlaf wiegen, als ihm plötzlich Zweifel an der Geschichte des Arztes kommen. Denn, wie jeder weiß, hat Peter Senner niemals eine Mutter gehabt und wird auch nie eine haben, denn er hat jetzt bzw. auch schon vorhin nie eine gehabt.
Peter Senner ist der missglückte Versuch eines verrückten albanischen Wissenschaftlers einen Kirschbaum mit dem Eifelturm zu kreuzen.
Senner, schon wieder putzmunter, erkennt nun endlich, dass der Anrufer gar kein Arzt war, sondern wieder diese bizarre Sex-Hotline, welche ihn schon seit Wochen telefonisch terrorisiert.
“Der Tag beginnt ja fast schon so beschissen, wie der gestrige” stammelt der Detektiv, während er aufsteht. Senner wartet auf den nächsten Auftrag. Seit 4 Wochen hat er von keinem Klienten etwas gehört oder neue anwerben können.
Das hat auch einen logischen Hintergrund, denn Peter Senner ist erst seit genau einem Monat Detektiv und hat bis jetzt auch noch keinem sein Vorhaben erzählt. Er ist, so sagt Senner, ja “Geheimdetektiv”! Und wenn er das groß herausposaunen würde, wäre er nicht lange geheim…
Seine Ausführungen hatten einen logischen Background, doch strotzten sie vor Doofheit!
Als Senner gerade beobachtet wie das Wasser durch den Kaffeefilter läuft, klingelt erneut das Telefon.
“Senner am Apparat, was kann ich für sie tun?” beantwortet der Detektiv den Anruf.
“Sind sie Privatdetektiv?” fragt die Frau an der anderen Leitungen.
Senner kann es nicht glauben, wie kann irgendjemand wissen, dass er Detektiv sei. Er ist beunruhigt, aber auch froh, dass vielleicht endlich einmal Geld in seine Kasse kommt.
“Woher wissen sie das?” fragt Senner mit gespannter Stimme.
“Ach, ich versuche schon den ganzen Tag einen Detektive zu erreichen und weil ich die ‚Gelben Seiten’ verloren habe, habe ich es mit dem normalen Telefonbuch probiert! Ich bin so froh, dass ich sie erwische!” antwortet die Frau.
“Na gut, ich nehme zur Kenntnis, dass sie mich entlarvt haben, aber wenn sie mich schon erwischt haben können sie auch sagen wer sie sind und was sie wollen!” erwidert Peter Senner.
“Mein Name ist Lieselotte Reininger und ich habe mein Kind verloren…”
“Wie ist das passiert? Wann? Haben sie irgendeinen Hinweis?” unterbricht Senner die Frau.
“Curettage! Im dritten Monat!”
“Also anscheinend ein Franzose oder ein Frankokanadier… Oder vielleicht ein Schweizer… Aber was bedeutet das dritte Monat? Meinen sie den März?!?” unterbricht der Detektiv abermals Lieselotte Reininger.
“Ach, sie verstehen alles falsch Curettage ist eine Gebärmutterausschabung…”
“Welches krankes Wesen hat ihnen das angetan!” schrie Senner förmlich in den Hörer.
“Herr Senner! Das war eine Abtreibung! Ich wollte mein Kind nicht bekommen oder besser gesagt ich konnte es nicht. Aber das ist doch gar nicht das Problem!” erklärt Lieselotte Reininger.
“Und warum zum Teufel rufen sie hier dann an?”
“Der Arzt ist nicht koscher!?”
“Wie? Was? Der Arzt ist nicht Jude? Oder was wollen sie?”
“Nein, nein! Darum geht es ja nicht. Haben sie denn noch nie etwas von Smalltalk gehört?” erwidert Lieselotte Reininger.
“Geht es um einen Indianer? Small Talk?” protzt Senner mit seinem versteckten Humor oder mit unbelehrbarer Dummheit.
“Ach, sie wollen einfach keine spannende Einleitung, oder? Ihr Zynismus oder ihre Dummheit kotzt mich wirklich an! Dann sage ich halt was Sache ist! Mein Mann ist getötet worden und die Polizei weigert sich anständige Ermittlungen durchzuführen. Und sie sollen das aufklären!” erklärt Lieselotte Reininger.
“Wie meinen sie das mit “nicht anständig”? Unanständig vielleicht? Erzählen sie derbe Witze? Haben sie anstatt Gummiknüppel Plastikphallusse? Oder bin ich auf der falschen Fährte?” fragt der Detektiv aufgeregt.
“Es ist die falsche Fährte. Sie sollen lediglich herausfinden wer meinen Mann ermordet hat!” sagt Lieselotte Reininger genervt in den Hörer.
“Okay, okay! War ihr Mann Jude?” fragt Senner.
“Wieso wollen sie das wissen?” erbost sich die Dame am Telefon.
“Ich muss alles über ihren Mann wissen. Nur so kann ich den Gauner entlarven!” erklärt Senner.
“Wenn sie meinen! Sie machen das anscheinend wie ein richtiger Profischuppen. Aber ich habe keine Ahnung ob der Kerl Jude ist. Ich kenne ja nicht einmal seinen richtigen Namen!”
“Ist er beschnitten?”
“Wer?”
“Ihr Mann!”
“Keine Ahnung!”
“Wissen sie überhaupt irgendetwas über ihren Mann?”
“Ja, ich weiß, dass er tot ist! Sie müssen verstehen. Das war keine Heirat, deren Begründung auf dem Fundament der Liebe bestand! Ich bin ja im Grunde lesbisch und damit fing ja alles an. Ich war ja einmal Chinesin und…”
“Treffen wir uns im Café Siebeck? In 2 Stunden? Dann können wir alles genauer besprechen!” unterbricht Senner Lieselotte Reininger.
“In Ordnung! Zum Glück bin ich schon im Café. Werde ich halt die 2 Stunden auf sie warten…”
“Dann ist es ja gut…”
Teil 2: Das Treffen
Senners Plan für den schon angebrochenen Tag stand schon fest bevor er überhaupt angebrochen, geschweige denn der Detektiv munter war.
Er stapfte mit meinen Stiefeln zum Schuhmacher. Es ist Juli und Senner schwitzte in seinen Stiefeln wie die Queen in der Sauna. Er muss seine Puma Sportschuhe oder Sneakers wie man auf Neu-Deutsch sagt abholen, denn er hat neue Sohlen montieren lassen. Senner fühlte sich mit den alten nicht sicher. Das Profil der original Sneakersohle zeigte stets in seine Gehrichtung. Er wäre ein Trottel wenn er diesen Fauxpas zulassen würde. Seine neuen Sohlen zeigen in jede Himmelsrichtung. Kein Schwein wird wissen wo Senner ist.
“Peter Senner mein Name! Haben sie meine Schuhe?” fragt Senner mit gutgelaunter Stimme.
“Äh… sind sie der mit den neuen Sohlen?” entgegnet der Schuhdompteur.
“Natürlich, werter Herr! Darauf können sie Gift nehmen! Apropos Gift, haben sie schon einmal getötet?”
Bevor Senner irgendwelche Informationen hat, fängt er schon mit seinen knallharten Ermittlungen an.
“Wie bitte?!” erbost sich der Schuhverkäufer.
“Sie wissen schon!”
“Nein”
“Na gut, dann her mit den Sneakers und hier ist ihr Geld! Schweinemann!” reagiert der Detektiv aggressiv auf den Sohlenmann!
Als Senner die Eingangspforte des Cafés öffnet sieht er eine junge, hübsche Frau, welche den Kopf auf den Tisch gelegt hat. Ihre Arme umkreisen den blonden Lockenkopf.
Senner hofft, dass dies die schlafende Lieselotte ist, denn der Detektiv hat eigentlich nun gar keine Ambitionen zu reden. Aber Job ist Job und Geld ist Geld. Und weil Peter Senner weder Geld noch einen richtigen Job hat bleibt ihm nur das Detektiv spielen über.
Er wartet einige Minuten und sieht sich in der Lokalität um. Weil keiner Anstalten macht Lieselotte Reininger zu sein, springt Senner auf einen Sessel und schreit: “Lieselotte Reininger! Bitte melden sie sich beim Schreihals, welcher auf einem Sessel steht und folgendes schreit: Lieselotte Reininger! Bitte melden sie sich beim Schreihals, welcher auf einem Sessel steht und folgendes schreit: Lieselotte…”
Dies schreit Senner fünfmal durch das Café bis die Frau mit dem blonden Lockenkopf aufschreckt.
“Was soll denn das? Es gibt Leute die hier schlafen wollen! Was fällt ihnen denn ein?” schreit sie wütend.
“Ich suche eine gewisse Lieselotte Reininger! Wissen sie zufällig wo ich sie finden kann?” fragt Senner nun ganz sachte.
“Ja natürlich, sie steht vor ihnen!” sagt der blonde Lockenkopf schroff.
“Sie sind Lieselotte Reininger?”
“Nein” schreit nun wieder die Frau und zeigt auf eine Dame, welche vor Senner winkend steht.
“Oh, ich hab sie gar nicht gesehen!” beschwichtigt Senner die schon wütend gewordene winkende Frau. Sie hat schwarze, lange, glatte, volle Haare. Obwohl sie wie ein sterbender Troll wirkt ist sie jung.
“Sie werden wohl Lieselotte Reininger sein!”
“Da kommen sie aber früh drauf! Duzen wir uns lieber. Die Siezungen machen sonst alles so kompliziert.”
“Das ist wahrscheinlich das Klügste! Erzähle mir etwas über deinen Mann?”
“Da bin ich mit meinem Latein am Ende… Ich hab keine Ahnung! Können wir nicht über einfachere Sachen sprechen?”
“Über Atomphysik?”
“Zum Beispiel! Vor rund 2400 Jahren sprachen die griechischen Naturphilosophen Demokrit und Leukipp das erste Mal von gewissen Bausteinen, denen sie den Namen Atome gaben - den kleinsten unzerstörbaren und unteilbaren Teilchen, aus denen die ganze Materie aufgebaut ist. Damals war es aber aufgrund der fehlenden experimentellen Mitteln”
“Was soll denn das” unterbricht Senner das Geschwätz “das hätte doch nur ein Scherz werden sollen”
“Ich habe aber einmal in einem deutschen Atomkraftwerk –ich glaube es war in Whyl- eine Lehre gemacht und dort lernten wir viel über Atome und so! Wusstest du dass Atome auch mit freien Auge nicht sichtbar sind?”
Senner starrt sie an. Er kann es nicht fassen, dass man vergessen kann wo man seine Ausbildung gemacht hat. Verunsichert gibt er zurück: “Hä?”
“Es wird ja immer vom freien Auge, welches nichts sieht, schwadroniert, aber ein festes, das es ja eigentlich gar nicht gibt, sieht auch nicht mehr!”
“Das Gespräch wird ja immer lächerlicher! Sag mir jetzt irgendeine Information über diesen Typ!” reagiert Senner aggressiv.
“Wie ich schon am Telefon erklären wollte ist es eine zutiefst komplizierte Beziehung, welche ich mit meinem Mann hatte. Ich bin ja lesbisch und war einmal Chinesin. Siehst du!” Sie kneift die Augen zusammen “Chinesin war ich und damit fing das Übel an. Mein nun toter Mann konnte Chinesinnen nicht widerstehen und weil ich ja eher gleichgeschlechtliche Beziehungen bevorzuge, wurde ich Österreicherin. Aber da war es schon zu spät. Ich hatte drei Kinder –die übrigens auch schon tot sind- und war verheiratet. Und als ich meine damals neue Nationalität preisgab, verschwand mein Mann, der sich liebevoll Ferdinand nannte!”
“Du hast wirklich viel durchmachen müssen. Wenn ich eine blöde Frage stellen darf: Wie sind denn deine Kinder umgekommen?”
“Du triffst mich nicht an einen wunden Punkt, denn die Kinder starben lustig. Sie wurden von einer Schlange aufgefressen. Das hättest du sehen sollen…!”
“Und der Tod deines Mannes stört dich auch nicht?”
“Nein!”
“Ja, aber warum soll ich dann den Mörder ausfindig machen, wenn er dir sowieso nichts bedeutet hat!”
“Weil ich mich für den Mörder interessiere!”
“Wie bitte?”
“Der Mörder hat die Gabe Lesben zu entlesben! Und weil du am Telefon und jetzt noch immer sehr attraktiv wirkst, habe ich gedacht, dass zwischen uns was laufen könnte…”
“Kann der Mörder auch entschwulen?” fragt Senner nachdenklich.
“Ja, natürlich! Bist du schwul?”
“Ja, stock sogar! Ich mach mich auf den Weg und fang an zu suchen”
“Peter! Bevor du gehst muss ich dir noch etwas sagen!”
“Was denn?”
“In Ernesto Guevaras Schulzeugnis stand, dass er ein kleiner Rebell sei!” sagt Lieselotte Reininger mit einem lächeln.
“Und?”
“Ist doch witzig!”
“Stimmt!”
Teil 3: Der Briefverkehr
Lieber Stanino,
schon lange habe ich nichts von mir hören lassen, aber mich gibt es noch und ich bin wohlauf. Eigentlich hätte ich mich bei dir bedanken sollen, als du mir mein Leben gerettet hast. Kannst du dich noch erinnern? Die Flut, das Öl, meine Zigarre, das Feuer? Ich denke schon, dass du dich erinnern kannst. Du wärst ja fast bei meiner Rettung krepiert. Wurde die entstellende Wunde, die -damals als ich ohne ein Wort zu sagen dich verließ- dein Gesicht zierte wieder heile?
Ach, lassen wir die Vergangenheit ruhen. Das muss man doch. Ansonsten wäre die Zeit ja nicht vergangen, wenn man sie nicht ruhen lassen würde…
Natürlich, lieber Stanino, schreib ich dir dies nicht um dich an diesen Vorfall zu erinnern, denn vielmehr habe ich eine Bitte an dich. Ich suche einen Mann. Einen Mörder. Er soll Ferdinand heißen.
Vielleicht kannst du mir mit deinen geheimen Polizei und Mafia Verbindungen weiterhelfen…
Liebe Grüße,
Dein Peter
Lieber Peter,
obwohl ich dich abgrundtief verabscheue, kann ich einer Bitte – wie du weißt – nicht widerstehen, doch deine Ausführungen stiften in mir Verwirrung. Seit wann braucht ein so fescher Kerl wie du auf einmal eine Hilfe? Hattest du bis jetzt ohnehin nicht Männer en mass? Und warum soll dein Mann deiner Begierde unbedingt Ferdinand heißen und ein Mörder sein… Kläre auf, Peter! Kläre auf.
Schroffe Grüße,
Stanino
Lieber Stanino,
du alter Dummkopf hast wieder einmal alles falsch verstanden! Wie oft haben deine Eltern dich als Baby auf den Kopf plumpsen lassen? Anscheinend zu oft, denn deine Intelligenz entspricht einem Kadaver, der von Geiern angeschissen und ausgelacht wurde.
Aber jetzt zurück zu meiner Bitte. Ich suche den Mörder, der Lieselotte Reiniger Ehemann Ferdinand getötet hat. Der hat die Gabe Menschen zu entschwulen!
Viele Grüße,
Peter
Lieber Peter,
jetzt versteh ich erst. Du suchst den alten Entschwuler und Entlesber Ferdinand. Ich kann dir seine Nummer geben, aber warum willst du nicht mehr schwul sein? Mir kann es ja eigentlich egal sein, dass ist ja deine Privatsache.
Für die Nummer kommst du am besten rüber zu mir. Ich hab sie in meinem Telefonbuch notiert.
Dein ewig (un)treuer Freund und Nachbar,
Stanino
P.S.: Warum eigentlich dieser Briefverkehr?
Teil 4: Das Ende
“Lieselotte Reiniger hier! Nein ich meine: am Telefon, aber auch nicht auf ihrem! Ich bin bei mir zu Hause und habe extra wegen ihnen aufgehört zu duschen um ihren Anruf entgegenzunehmen! Ich hoffe es ist wichtig, ansonsten bin ich doch gleich bei ihnen am Telefon und verprügle sie mit dem Hörer! Glauben sie aber jetzt nicht Radiohörer oder so, ich meine schon ihren Telefonhörer, sie Dummkopf!”
“Ich bin es Peter! Peter Senner! Der Privatdetektiv, der ihren verstorbenen Ehe…”
“Ich weiß schon wer sie sind! Gibt es etwas Wichtiges? Ich war zwar gerade nicht unter der Dusche - dass war gelogen – aber wegen jeden Scheiß hebe ich auch nicht ab. Da meine ich aber jetzt nicht so wie ein Flugzeug oder eine Rakete, sondern den Hörer! Den Telefonhörer und nicht den Radiohörer!”
“Ich hab ihn!”
“Wem? Den Trick Wasser in Wein zu verwandeln? Bist du doof! Das hat sogar schon der Jesus gewusst wie das geht!”
“Hast du irgendetwas genommen?”
“Meinst du Drogen oder zu?”
“Beides!”
“Drogen habe ich heute viel genommen. Sagt dir Speed etwas? Ich meine nicht den Film, sondern die Droge! Und zugenommen habe ich auch ein bisschen. 50 Gramm! Ach was sage ich da 2 Kilogramm meine ich! Aber was hat das damit zu tun, dass du einen Trick gefunden hast?”
“Nein, keinen Trick, sondern Ferdinands Mörder!”
“Ach ja, der der alle entschwulen und entlesebn kann! Warst du schon bei ihm? Hast du uns schon Termine besorgt? Ich kann es nicht erwarten dich sexuell attraktiv zu finden!”
“Und ich erst! Aber leider hat er erst in einer Stunde einen Termin frei! Wir sollen in seine Wohnung kommen.”
“In einer Stunde erst?”
“Ja in einer Stunde erst!”
“Was? Jetzt schon in zwei Stunden erst?”
“Nein, nein! In einer erst!”
“Das ist doch noch immer nicht besser! Wie lange braucht man eigentlich zu Ferdinands Mörder?”
“Eine dreiviertel Stunde!”
“Da müssen wir uns ohnehin schon sputen!”
“Ich hol dich ab! Ich habe ja zum Glück ein Raketenauto! Kluge Detektive haben so etwas!”
“Oder lassen wir die ganze Sache einfach bleiben?”
“Grundsätzlich ist mir das eigentlich egal, ob wir das jetzt durchziehen oder nicht, aber ich würde nur gerne unseren Autor einen Strich durch die Rechnung machen, denn der neigt nämlich dazu Geschichten so schnell er kann zu beenden, damit er neue Ideen verwirklichen kann, jedoch ist er damit bei mir an der falschen Adresse.”
“Du hast mich überzeugt! Also verlieren wir ein bisschen Zeit und holen sie mich anstatt mit dem Raketenauto mit einer Straßenbahn ab!”
“Klopf, klopf”
“Peter, du sollst nicht ‚klopf, klopf’ sagen, sondern einfach an die verdammte Tür klopfen”
Man hört hinter der Türe Schritte und das unangenehme Brummen eines Menschen!
Peter Senner klopft an die Tür. Aus der Wohnung hört man eine Stimme: “Ich komm ja schon! Ich komm ja schon! Wer ist denn hier eigentlich?”
“Peter Senner und Lieselotte Reininger! Stanino schickt mich!” Die Tür öffnet sich!
“Keiner schickt dich du Trottel! Ich habe dich hierher bestellt! Du hast nur den Kontakt zu mir mit Hilfe Staninos hergestellt, ansonsten hat er nichts mit der ganzen Sache zu tun!”
“Ach Scheiße, sie haben recht!” wundert sich Peter Senner.
“Ist doch egal Burschen” sagt Lieselotte Reininger “kommen wir lieber zu den Dingen warum wir hier sind! Können sie uns entlesben bzw. entschwulen?”
“Natürlich! Warum wäret ihr sonst zu mir gekommen?”
“Sie haben meinen Mann Ferdinand getötet!”
“Das war ihr Mann?”
“Ja!”
“Na, dann tut mir das leid. Das ist normalerweise nicht so meine Art die Partner meiner Kunden zu töten! Halt! Wie können sie einen Mann haben, aber trotzdem lesbisch sein?”
“Lange Geschichte, die sie nichts angeht! Fragt man solche persönlichen Fragen Leute die man fast nicht kennt? Apropos Fragen, was soll das heissen, dass ich ihr Kunde bin! Sie sollen mich ja doch nur entlesben!”
“Glauben sie, dass ich das gratis mache?”
“Ja!”
“So ist es aber nicht! 10 Euro pro Nase und für den Rest des Körpers 990 Euro, also addiert pro Mensch 1000 Eier …äh… was sage ich da, ich meine Euro! 1000 Euro!”
“Das zahle ich doch mit links” sagt Lieselotte Reininger und zeigte auf den links neben ihr stehenden Peter Senner.
Peter Senner seufzt nur, greift in die Hosentasche, holt aus seiner Geldbörse 2000 Euro heraus und übergibt sie dem Mörder. Der Entschwuler und Entlesber zählt noch schnell das Geld nach und bittet dann die Beiden herein.
“Kokuspokus mit dem Homodasein ist jetzt Schluss!” brüllt der Mörder Lieselotte Reininger und Peter Senner an. Sie sitzen einige Minütchen irritiert auf ihren Stühlen bis die Wirkung der Zauberformel eintritt.
Lieselotte Reininger und Peter Senner lieben sich innig im James Bond Style.
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