Ist das Wasser in Wien noch wirklich trinkbar?
Kategorie: Sonstiges Übel | Okt.19, 2003
Ort der Handlung:
Ein U4 Zug Richtung Heiligenstadt
Personen:
Herr Tennisball, Rechtsradikaler “Champion” Tennisball, der sich in der Freizeit als Adolf Hitler verkleidet
Herr Koalabär, eigentlich Al Capone im Koalabärkostüm
Frau Banjo, Banjo die ausschließlich Granda Wasser trinkt
Herr Tennisball und Herr Koalabär sitzen in der U-Bahn.
Stille.
Die U-Bahn fährt in eine Station ein und Frau Banjo kommt mit einem kleinen Hund (ohne Beißkorb), der einen Regenschirm in seiner rechten und einen Labello in seiner linken Pfote hält, und will sich zu den zwei Herren gesellen.
Frau Banjo:
Ist der Platz nochfrei, meine Herren?
Herr Tennisball:
Natürlich! Setzten sie sich! Keine Angst, wir beißen nicht! Ich bin nur ein harmloser Tennisball…
Herr Koalabär:
…und ich nur ein Koalabär!
Wieder Stille.
Der Zug fährt wieder. Die Stille wird von Herrn Tennisball unterbrochen.
Herr Tennisball:
Hätte einer von ihnen ein Schlückchen Wasser, denn ich bin wieder einmal ganz ausgetrocknet, von den dauerten hin und her fliegen.
Herr Koalabär:
Na dann gehen sie dort zu diesem Wasserhahn.
Herr Koalabär zeigt auf einen kleinen Wasserspender.
Herr Tennisball:
Den habe ich ja ganz übersehen. Danke mein Herr!
Frau Banjo die dieses Gespräch mitverfolgt hat wirft ein.
Frau Banjo:
Herr Tennisball! Das können sie ihren Körper doch nicht antun. Wenn sie dieses Wasser trinken, müssen sie sehr verzweifelt sein.
Herr Tennisball:
Verdammt noch mal! Das bin ich doch!!
Frau Banjo:
Das Wasser in Wien ist zum auskotzen, drauf scheißen und zum drauf pinkeln.
Herr Tennisball:
Wirklich??!!?
Frau Banjo:
Na klar! Schreiben sie das einfach auf einen Zettel und ich unterschreibe ihnen das. Den Zettel können sie, dann jeden zeigen und jeder wird mich bestätigen!
Herr Tennisball sucht verzweifelt Stift und ein Blattpapier. Ohne Erfolg. Herr Koalabär kommt ihm zur Hilfe und reicht ihm einen Füllhalter und ein Blattpapyrus (Herr Koalabär ist sehr traditionell. Das müssen sie verstehen)
Herr Tennisball schreibt die zum Teil philosophisch geprägten Sätze der Frau Banjo in feinster Kurrentschrift auf.
Er reicht den Zettel zu Frau Banjo für die Unterschrift.
Frau Banjo:
Was heißt hier “Wien am”?
Herr Tennisball:
Weil wir in Wien sind habe ich mir gedacht, dass man das so schreibt!
Frau Banjo:
Wir sind doch nie und nimmer in Wien!!!
Herr Koalabär:
Eigentlich schon!
Frau Banjo:
Das ist dann etwas ganz anderes, sie können das Wasser ruhig trinken, ich habe wieder einmal Wien mit Brasilia verwechselt
Herr Tennisball:
Das heißt ich kann den Zettel zerreißen?
Frau Banjo:
Ja! Das können sie! Müssen aber nicht!
Herr Tennisball:
Tu ich aber!
Ritz, Ratz
Aus. Ende



















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