Die Biene mit ihrem Harakiri-Song
Kategorie: Kurzgeschichten | Okt.19, 2003
In einem unbekannten Land, vor gar nicht allzu langer Zeit, ward eine Biene sehr bekannt, denn sie sang. Sie sang und sang und sang. Sie war die Diva des Insekten-Pop! Und diese Biene nannte sich Brunhilde. Brunhilde hat sich von der Insekten-Indie-Szene bis zum big Business hoch gearbeitet. Am Beginn ihrer Karriere spielte sie in kleinen, dreckigen Astlöchern. Dort warteten ihre Fans. Es waren zwar nicht viele, jedoch sehr treue Anhänger!
Brunhildes einzigartige Art war aber nicht lange ein Geheimtipp, schon zwei Jahre nach ihrem ersten Auftritt füllte sie ganze Baumstämme. Ihren Durchbruch schaffte sie mit ihrem Harakiri-Song in welchem sie besang, dass es sie langweilte poikilotherme Tiere zu stechen, hingegen homoiotherme Tiere zu pieksen tödlich ist, jedoch auch viel Spaß bereitet. Brunhilde verarbeitete Arbeiterbienenalltagsszenarien musikalisch. Jede Biene sah sein Spiegelbild in der Protagonistin des Liedes.
Ich wollte meinen Augen nicht trauen. Traute ihnen aber dann doch, denn wenn ich nicht einmal meinen eigenen Augen vertrauen würde, wem dann? Meiner Nase? Aber kann sie die Texte erriechen? Eher nicht und außerdem, ich habe ja ohnehin nur die Augen welche ich habe. Auch wenn sie mich täuschen würden, wäre das nicht negativ zu beurteilen, weil sie mir eine Realität basteln!
Es ist gut, dass ich meinen Augen vertraue, aber auf meinem Geschmack sollte ich nicht mehr zählen! Der hat gerade ein Magazin gekauft welches „Insekten-Rock“ heißt!



















Kommentar schreiben