NZZ.at, Staatsinserate und Unabhängigkeit

Die österreichische Ausgabe der NZZ ist mit dem Versprechen angetreten, kein Geld von offizieller, staatlicher Seite anzunehmen. Ganz so ernst nimmt es die Zeitung bei der Online-Werbung nicht und schaltet u.a. Werbung der Österreichischen Nationalbank (OeNB).

Wie man anhand des Screenshots sieht, erscheint die Werbung auch in dem Artikel, in dem erklärt wird, dass man kein Geld vom Staat annimmt.

Ich bin jedoch davon überzeugt, dass wegen einer solchen Anzeige die Berichterstattung der NZZ nicht beeinflusst wird. Auch wenn dies die NZZ selbst von anderen Medien, die sich u.a. mit öffentlichen Inseraten finanzieren, befürchtet. Journalisten lassen sich nicht so leicht kaufen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die „Unabhängigkeit“ der NZZ. Laut Wikipedia steht die NZZ der FDP Schweiz nahe; sie vertritt eine liberal-bürgerliche Haltung. Um Aktionär der NZZ zu werden, muss eine Person Mitglied der FDP sein oder aber sich zur freisinnig-demokratischen Grundhaltung bekennen, ohne Mitglied einer anderen Partei zu sein. Der CEO der NZZ, Veit Dengler, gehört zu den Mitbegründern der Neos. Die Neos gehören wie die FDP der gleichen Europapartei, ALDE, an.

Ich finde es gut, dass Zeitungen keine Unabhängigkeit vorspielen, sondern zu ihrer politischen Ausrichtung stehen. Diese Transparenz sieht man in der österreichischen Medienwelt selten.

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